Definition & Erklärung für den Fachbegriff

Bausparen / Bausparvertrag

Bausparen – ein Kollektivgedanke zum Vorteil vieler

Wer eine Immobilie erwirbt, schafft finanzielle Unabhängigkeit im Alter. Deshalb ist Bausparen gerade in Deutschland eine viel genutzte Möglichkeit, in die Zukunft zu investieren. Der Bausparvertrag kombiniert das traditionelle Immobiliendarlehen mit einem Sparplan. Bausparverträge sind spezielle Verträge zwischen Sparer und einer Bausparkasse bzw. einem Geldinstitut, das zum Bauen besondere Konditionen anbietet. Ziel ist eine sichere und günstige Finanzierung von Wohneigentum. Der Bausparvertrag wird aber ebenso gerne zweckentfremdet, denn er kann auch für Renovierungen, Umbauten und Modernisierungen genutzt werden. Da Bausparverträge den „Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge“ (ABB) unterliegen und von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) genehmigt werden müssen, gelten sie als relativ sicher. Das Geld auf einen Bausparvertrag wird von den Bausparkassen durch einen Einlagensicherungsfond gesichert.

Welche Vorteile bietet ein Bausparvertrag?

Dank fest vereinbarter Zinsen ist der Bausparer nicht von Schwankungen am Finanzmarkt betroffen. Damit jeder Bausparer in den Genuss der Vorteile kommen kann und die Bausparkasse genügend Vermögen zur Verfügung hat, wird meist eine Ansparzeit von mindestens vier Jahren vereinbart. Das angesparte Guthaben wird mit Zinsen wieder an die Sparer ausgezahlt. Wer am längsten eingezahlt hat, kommt als erster in den Genuss. Durchschnittlich erhält jeder Bausparer das Doppelte von dem, was er ursprünglich eingezahlt hat. Das Bauspardarlehen bildet die Differenz zum Guthaben. In Niedrigzinszeiten lohnt es sich daher besonders, einen Bausparvertrag abzuschließen und von günstigen Zinsen zu profitieren. Bausparen ist vor allem deshalb interessant, weil Bauherren staatliche Zulagen und Prämien erhalten.

Das Wesen eines Bausparvertrags

Ein Bausparvertrag lohnt sich vor allem dann, wenn das gesparte Geld tatsächlich für ein Bauprojekt verwendet wird. Er kann aber auch als Sparplan mit einem festen Darlehenszins über die gesamte Laufzeit genutzt werden. Den Bausparvertrag als Sparvertrag zu nutzen, ist vor allem für junge Leute attraktiv. Zunächst legt der Sparer die Bausumme fest, von der er ungefähr 50 % selbst ansparen muss. Der Rest wird durch ein fest verzinstes Darlehen finanziert. Der Bausparvertrag wird nach einem bestimmten Bauspardarlehen und für eine feste Bausparsumme abgeschlossen. Darin sind der Zinssatz für die Ansparphase, die Höhe der regulären Sparrate und das Mindestguthaben bzw. der früheste Zeitpunkt für eine fällige Auszahlung geregelt. Der Bausparvertrag kann durchaus als Versicherung gegen steigende Zinsen betrachtet werden, denn die Zinsen in der Ansparphase sind sehr niedrig. Die attraktive staatliche Förderung verbessert die Rendite gerade bei kleinen Einkommen.

Viele Bauspartarife erschweren die Übersicht

Das Finanzprodukt Bausparen wird in Deutschland besonders gerne gewählt. Immerhin 30 Millionen abgeschlossene Verträge im Jahr 2014 sprechen eine klare Sprache. Auch wenn Bausparen unter deutschen Sparern Vorrangstellung genießt, lohnt es sich trotzdem nicht für jeden. Vor Vertragsabschluss sollten Sie die Angebote genau prüfen. Wie üblich verbergen sich Fallstricke im Kleingedruckten, außerdem ist der Markt an Anbietern nahezu unüberschaubar. Wenn Sie beispielsweise modernisieren möchten und dafür bis zu 50.000 € veranschlagen, kommt für Sie auch ein Bausparvertrag infrage. Sie könne auch einen Riester-Sparvertrag in Form eines Bausparvertrages abschließen. Völlig kostenfrei ist der Bausparvertrag nicht. Die Kosten setzen sich aus Abschlussgebühr und Kontoführungsgebühren zusammen. Die Abschlussgebühren betragen zwischen 1,0 und 1,7 Prozent der Bausparsumme.